Rathaus Wilhelmsdorf
Saalplatz 7, 88271 Wilhelmsdorf

Öffnungszeiten
Mo. - Fr.: 08.00 - 12.15 Uhr
Mo.: 14.00 - 16.00 Uhr
Do.: 15.00 - 18.00 Uhr

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Veranstaltungen

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Geschichte

Geschichte von Wilhelmsdorf, Esenhausen, Pfrungen und Zußdorf

gemeinsame Geschichte

ca. 12.500 – 9.500 v. Chr. (jüngere Altsteinzeit)

Späteiszeitliche Menschen lagern am Ufer des Pfrunger Ursees, Nachweis durch Fund von Pfeilspitzen und Steinwerkzeugen im Pfrunger Ried.

9.500 – 5.600 v. Chr. (Mittelsteinzeit)

Nacheiszeitliche Menschen lagern am Ufer des Pfrunger Ursees, mehr als 25 mesolithische Fundplätze im Pfrunger Ried.

ab 5.600 v. Chr. (Frühe Jungsteinzeit)

Beginn der Sesshaftigkeit

800 – 400 v. Chr. (frühe Eisenzeit)

Grabhügel am Fuß der Ringgenburg bezeugen keltische Besiedlung

1. – 3. Jahrhundert n. Chr.

Zwei römische Heerstraßen durchziehen die Gegend, Nachweis römischer Gutshöfe in Esenhausen und Zußdorf

Frühes Mittelalter (so genannte Ausbauphase)

Entstehung der Orte Esenhausen, Pfrungen, Zußdorf, Niederweiler und Lengenweiler; merowingische Gräber in Zußdorf sind unsicher

Hochmittelalterliche Rodungsphase

Entstehung von Höhreute

 

Esenhausen

8. Jahrhundert

Bau einer ersten Pfarrkirche, eventuell durch St. Galler Mönche

12./13. Jahrhundert

Im Dienste der Welfen und Staufer stehender Ortsadel

1296

Johannes von Ringgenburg schenkt Ringgenburg mit Esenhausen an den Deutschen Orden

1363

Das Kloster Weingarten erwirbt die Ortschaft mit Burg, Nassachhof und Rotachmühle, das Patronatsrecht der Pfarrkirche bleibt beim Deutschem Orden

1761

Bau der heutigen Pfarrkirche

1806

Esenhausen wird württembergisch.

1826

Esenhausen wird selbstständige Gemeinde.

1896

Der letzte Bauer verlässt den Ringgenburghof, in den Folgejahren wird Hochfläche aufgeforstet

1973

Eingliederung in die neue Gemeinde Wilhelmsdorf

Pfrungen

11./12. Jahrhundert

Edelfreier Ortsadel; Bau einer ersten Pfarrkirche

11. Jahrhundert

Pfrungen (1117: Fruwanga) gehört zum Linzgau, später zur Grafschaft Heiligenberg.

1436

Die Deutschordenskommende Altshausen erwirbt die Ortsherrrschaft

1615

Bau der heutigen Pfarrkirche (1859/60 vergrößert)

1806

Pfrungen wird württembergisch.

1938

Übergang vom Oberamt Saulgau zum Landkreis Ravensburg

1973

Eingliederung in die neue Gemeinde Wilhelmsdorf

Zußdorf

12.­–14. Jahrhundert

Zußdorf hat eigenen Ortsadel, der zur Ministerialität zählt

1259

Erwähnung einer Pfarrei in Zußdorf

1300

Melchior von Hornstein verkauft Burg und Dorf an Conrad Gremlich von Pfullendorf

1447

Hans Gremlich verkauft die Ortschaft für 9500 Gulden an die Freie Reichsstadt Ravensburg

1646

Zerstörung Zußdorfs im Dreißigjährigen Krieg

1649

Erwerbung der Ortschaft durch Andreas Hyruß von Homburg

1659

Durch Erbschaft gelangt Zußdorf an die Freiherren von Rehling

1806

Zußdorf wird württembergisch

1829

Zußdorf wird selbstständige Gemeinde

1973

Eingliederung in die neue Gemeinde Wilhelmsdorf

Wilhelmsdorf

1824

Gründung von Wilhelmsdorf im Lengenweiler Moosried (heute Pfrunger-Burgweiler Ried) als Filiale der Pietistengemeinde Korntal. Grund und Boden wird den Siedlern vom württembergischen König Wilhelm I.  zur Verfügung gestellt. Der König besucht „sein Dorf“ in den ersten vier Jahren drei Mal.

Bauplan von 1824 des Saalplatzes
Bauplan von 1824 des Saalplatzes

1828

Einweihung des Betsaales

1830

Gründung einer „Rettungsanstalt für verwaiste und verwahrloste Knaben“ – heute Kinderheim Hoffmannhaus – damit Beginn der diakonischen Arbeit in Wilhelmsdorf.

1837

August Friedrich Oßwald gründet die Taubstummenanstalt, aus der die Zieglerschen Anstalten hervorgegangen sind.

1847

Aufgabe des „Solidariums“ (bis dahin gab es kein Privateigentum)

1850

Wilhelmsdorf wird selbstständige Gemeinde.

1855

Friedrich Wilhelm Thumm eröffnet ein Töchterinstitut.

1857

August Friedrich Oßwald eröffnet ein Knabeninstitut, aus dem die Internate, das Gymnasium und die Realschule entstanden sind.

1863

Durch Verhandlungen mit der Post konnte der Vorsteher Friedrich Wilhelm Thumm und der Schultheiß von Zußdorf die Errichtung einer Postexpedition (täglich einmal eine Postkutschenverbindung) nach Ravensburg erreichen.

1879

Eine Telegrafenstation wurde in Wilhelmsdorf eingerichtet.

1916

Die von Johannes Ziegler privat geführten Einrichtungen werden am 21.10.1916 in die Rechtsform eines eingetragenen Vereins (e.V.) übertragen. Zu Ehren Johannes Zieglers, der diese von 1873-1907 leitete, erhält der e.V. den Namen "Zieglersche Anstalten".

1972

Verlegung der Gotthilf-Vöhringer-Schule von der Haslachmühle nach Wilhelmsdorf

1973

Aus den bis dahin selbstständigen Gemeinden Wilhelmsdorf, Esenhausen, Pfrungen und Zußdorf wird die neue Gemeinde Wilhelmsdorf gebildet. Im gleichen Jahr kommen die ehemals badischen Ortsteile Höhreute, Niederweiler und Tafern zur Gemeinde Wilhelmsdorf.

Anmerkung:

Die geschichtlichen Daten wurden mit dem Kreisarchivar abgestimmt und enthalten nur wissenschaftlich gesicherte Fakten.