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Krippen und Jesus-Kinder im Museum Schelshorn

Der Sammler Sepp Schelshorn ist stolzer Besitzer von über 140 Krippen und Darstellungen von Szenen rund um die Heilige Nacht. Sein Prachtstück ist diese imposante Krippe, deren Figuren aus traditionsreichen Schnitzer-Werkstätten im bayerischen Oberammergau stammen. Das Bild zeigt nur einen kleinen Teil der Krippe.  Foto: Herbert Guth

Ausstellung wird am 2. Advent eröffnet – Aus 140 Sammlerstücken ist eine erlesene Auswahl zu besichtigen!

Weihnachtskrippen gehören zur Adventszeit wie die Lichter an den Bäumen, Strohsterne an Fenstern oder Glühwein auf den Advents- und Weihnachtsmärkten im ganzen Land. Das private Museum für bäuerliches Handwerk und Kultur in Wilhelmsdorf wird deshalb auch in diesem Jahr einen Teil der beeindruckenden Krippensammlung der Museums-Betreiber Elfriede und Sepp Schelshorn der breiten Öffentlichkeit zugänglich machen. Gezeigt werden in der Museums-Scheune rund 40 Darstellungen mit Motiven von der Heiligen Nacht. Eröffnet wird die Ausstellung am Sonntag, 2. Advent, 9. Dezember. Weitere Öffnungstage sind am 3. Advent, 16. Dezember, und am Drei-Königs-Tag am 6. Januar kommenden Jahres.

Die Leidenschaft, mit der Sepp Schelshorn seine Exponate den Besuchern vorstellt, ist auch kurz vor seinem 80. Geburtstag ungebrochen. Mit neun Jahren bekam er seine erste Krippe geschenkt. Sie war der Grundstock für eine imposante Sammlung, die insgesamt über 140 Krippen und Motive rund um die Weihnachtsgeschichte umfasst. Diese stammen nicht nur aus dem süddeutschen Raum. Exotische Arbeiten aus Afrika und Südamerika ergänzen die Darstellungen aus ganz Europa, zu denen unter anderem auch eine seltene böhmische Kastenkrippe gehört.

Im Mittelpunkt der Ausstellung steht wieder die riesige Oberammergauer Krippe, in der es in diesem Jahr wieder neue Figuren aus einer Traditionsschnitzerei zu bewundern gibt. Die Schnitzwerke von Menschen und Tieren stammen aus Oberammergau, der dazu gehörende Stall für Maria und Josef mit dem Jesus-Kind sowie alle anderen Szenen aus dem früheren Leben der Menschen schnitzte und bastelte Sepp Schelshorn in seiner eigenen Werkstatt. Als Kontrast zu dieser gewaltigen Krippe mit acht Metern Länge ist die kleinste Krippe zu sehen, die aus Papier gestaltet ist und die in einer runden Käse-Schachtel Platz findet. Sie stammt von einer Künstlerin aus Memmingen.

Neben den traditionellen Krippen zeigt Schelshorn etwa 15 so genannte Fatschen-Kinder. Das sind Figuren des Jesus-Kindes, die in verschiedensten liebevoll ausgestatteten Kästen liegen. Zu den Prachtstücken gehört das „Prager Jesu-Kind“. Diese Kostbarkeit wurde aus Wachs geformt, in Seide und Spitzen gehüllt und anschließend in einem Glas-Zylinder eingeschlossen. Eine weitere figürliche Darstellung des Jesus-Kindes stammt aus dem Jahr 1820, eines der ältesten Sammlerstücke. Eine Expertise bescheinigt der Figur, dass es sich bei ihr um eine ausgesprochen wertvolle süddeutsche Arbeit handelt.
Herbert Guth
 
Anhang:
Die Krippenausstellung im Museum für bäuerliches Handwerk und Kultur an der Hoffmannstrasse in Wilhelmsdorf ist am 2. und 3. Advent und am Drei-Königs-Tag am 6. Januar 2019 jeweils von 14 bis 17 Uhr zu sehen. Daneben gibt es nach Voranmeldung Führungen für Gruppen. Anmeldungen werden unter der Telefon-Nummer 07503/1716 entgegen genommen.

(Erstellt am 05. Dezember 2018)