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Jetzt trifft die Gastronomen in Wilhelmsdorf wieder die Corona-Keule

Von Donnerstag bis Sonntag vergangener Woche zu den 15. Steaktagen ein volles Haus. Ab Montag nur noch Burger und Mittagessen über die Straße.

Mit dieser coronabedingten Situation sieht sich die Familie Storz im traditionsreichen Gasthaus „Bräuhaus“ in Zußdorf gestellt. Den anderen Gaststätten in der Gemeinde Wilhelmsdorf geht es nicht anders.

Glück im Unglück war es in dieser schwierigen Lage, dass die bundesweite Schließung der Gaststätten zur Eindämmung der Corona-Pandemie nicht sofort,  sondern erst ab 2. November in Kraft trat. Glück deshalb, weil die Einkäufe und Vorbereitungen für die angesagten Steaktage, die zum 15. Mal im „Bräuhaus“ angeboten werden, nicht umsonst waren. Auch die anderen Betriebe konnten bis Sonntagabend ihre Gäste bewirten und Vorräte abbauen. 

Eher mit einem gequälten Lächeln kommentiert Christoph Storz, der seit 2010 im Familienunternehmen Herr über die Küche ist, die befürchtete Lage. „Diese erneute Schließung unseres Betriebs ist ein Dampfhammer. Froh bin ich, dass wenigstens unser kulinarischer Höhepunkt im Herbst, die Steaktage, durchgeführt werden können.“ Doch ab Montag gibt es nur noch Essen über die Straße durch Abholung und natürlich ein eingeschränktes Angebot. Ein Ausgleich für die Verluste durch die Schließung sei das Tagesangebot aber keineswegs. Das Angebot kann unter www.braeuhaus-zussdorf.de abgerufen werden. 

Einbußen treffen aber auch die Mitarbeiter im „Bräuhaus“. Jetzt schon ist absehbar, dass auf zumindest einige von ihnen wieder Kurzarbeit zukommen wird, wie bedauernd angekündigt wird. „Wir kämpfen aber weiter für uns, unsere Mitarbeiter und unsere ganze Branche“, blickt Storz trotzig nach vorne.

Während der ersten Phase der Restaurantschließung im Frühjahr nutzte Christoph Storz die Gelegenheit, sich einen Traum zu erfüllen. Er gestaltete ein ganz individuelles Kochbuch mit dem Titel „Das kleine Schwarze“. In kurzer Zeit fanden 1000 von 1500 Büchern ihre begeisterten Abnehmer. Doch an ein zweites Buch in Coronazeiten denkt der Chefkoch und Autor nicht. „Wir haben jetzt andere Sorgen, die wir bewältigen müssen.“

Text: Herbert Guth

(Erstellt am 05. November 2020)