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Corona-Impfung im Landkreis Ravensburg

In der Oberschwabenhalle in Ravensburg ist in den vergangenen Wochen das Kreisimpfzentrum (KIZ) im Landkreis Ravensburg entstanden. Die Landesregierung hat entschieden, dass der Betrieb des KIZ am 22. Januar 2021 starten soll.

Wir beantworten die derzeit drängendsten Fragen:

Weshalb wird eine Impfung empfohlen?
Niemand wird zur Impfung verpflichtet, es handelt sich hierbei um ein für die Bürgerinnen und Bürger kostenfreies Angebot von Bund und Land. "Der Fokus wird zunächst darauf gelegt, diejenigen zu schützen, die am schwersten an Covid-19 erkranken. Das sind insbesondere ältere Menschen und/oder Menschen mit Vorerkrankungen", heißt es dazu von Seiten der Bundesregierung. Die Impfung soll vor einer schwerwiegenden Covid-19-Erkrankung schützen. Eine gegen COVID-19 geimpfte Person wird nach Kontakt mit SARS-CoV-2 mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht erkranken.


Was ist bei der Impfung zu beachten?
Nach der Erstimpfung (eine Injektion in den Oberarm) ist eine weitere Impfung zwingend nötig, um den Immunschutz zu vervollständigen. Diese wird nach derzeitigem Erkenntnisstand zu den bislang bekannten potenziellen Impfstoffen im Abstand von 21 Tagen erfolgen.

Ein guter Immunschutz beginnt sieben Tage nach der zweiten Impfung. Nach derzeitigem Erkenntnisstand sind etwa 95 von 100 geimpften Personen vor einer Erkrankung geschützt, so dass Robert-Koch-Institut.


Ab wann kann man sich gegen Covid-19 impfen lassen?
Das ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Ein erstes Impfmittel (Biontech Pfizer) hat bereits die Zulassung erhalten. Jetzt werden die Vorgaben des Bundes zur Priorisierung von bestimmten Bevölkerungsgruppen umgesetzt. Diese sind insbesondere gefährdete Personen, so beispielsweise in (teil‑)stationären Pflege- wie Senioreneinrichtungen. Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat mit dem Ethikrat und der Leopoldina ein Konzept mit Empfehlungen zur Reihenfolge der zu impfenden Personen entwickelt. Die konkrete Reihenfolge für das Impfangebot ist hier festgelegt. Nicht zuletzt ist von entscheidender Bedeutung, wie viel Impfstoff vorrätig sein wird und wie dieser dann auch vor Ort verarbeitet und tatsächlich verimpft werden kann.

Bereits am 27. Dezember 2020 begann der Impfbetrieb in den sogenannten Zentralen Impfzentren (ZIZ). Im Regierungsbezirk Tübingen sind diese in Ulm und Tübingen. Der Betrieb der rund 50 KIZ soll am 22. Januar 2021 starten.
Alle berechtigten Bürgerinnen und Bürger Baden-Württembergs können sich in jedem ZIZ und jedem KIZ in Baden-Württemberg impfen lassen.


Wo wird geimpft?
Die wichtigste Info vorab: Ohne einen entsprechenden personalisierten Termin ist kein Zutritt zu einem Impfzentrum möglich!

Eine Begleitperson kann nur bei einem zwingenden Erfordernis (z.B. Dolmetscher) mit in die Oberschwabenhalle genommen werden.


Bevor die Praxen niedergelassener Ärztinnen und Ärzte (wohl ab Mitte des Jahres 2021) in den Impfbetrieb eingebunden werden, erfolgen die Impfungen entweder vor Ort in den Impfzentren (ZIZ und KIZ) oder durch dort angegliederte sogenannte "Mobile Impfteams".

Die „Mobilen Teams“ bestehen aus medizinischem Fachpersonal sowie Ärztinnen und Ärzten. Diese nehmen Impfungen vor Ort in Einrichtungen mit einer großen Anzahl von Personen mit hohem Risiko vor. Dies gilt insbesondere und zu Beginn der Impfphase für Einrichtungen des Gesundheitswesens, so beispielsweise (teil-)stationäre Pflege- oder Senioreneinrichtungen. Koordiniert werden diese Teams über die ärztliche Leitung des jeweiligen Impfzentrums.

Wie erfolgt die Terminvergabe?

Eine Impfung in einem ZIZ oder KIZ erfolgt nur mit Termin. Eine Terminvereinbarung ist ab dem 19. Januar 2021 möglich. Bei der Terminvereinbarung bekommen Sie gleichzeitig die Termine für Erst- und Zweitimpfung. So wird sichergestellt, dass die Zeiträume bis zur zweiten Impfung eingehalten werden.

Auf Grund der zunächst sehr kleinen Impfstofflieferungen des Landes an das Kreisimpfzentrum werden nach aktuellem Kenntnisstand für die ersten zwei Betriebswochen ab dem 22.01.2021 nur etwa 200 Termine für eine Impfung in der Oberschwabenhalle vergeben werden können.

Sie können einen Termin nur telefonisch über die zentrale Telefonnummer des Landes 116 117 (möglichst aus dem Festnetz anrufen) oder online (Voraussetzung hierfür ist eine eigene E-Mail-Adresse beziehungsweise die Möglichkeit eine SMS zu empfangen) vereinbaren. Eine Terminvereinbarung über den Landkreis Ravensburg oder unmittelbar beim KIZ ist nicht möglich.


Wie ist das Kreisimpfzentrum in der Oberschwabenhalle aufgebaut?
Das Kreisimpfzentrum gliedert sich einerseits in Räumlichkeiten, in denen die Impfungen durchgeführt werden sollen. Hierfür sind Warte- und Registrierungsbereiche eingerichtet, ein medizinischer Bereich für den Impfvorgang selbst (die so genannten "Impfstraßen") und auch ein Bereich zur Nachbetreuung. Ferner wurden die notwendigen Räumlichkeiten etwa für die Verwaltung des Zentrums, Technik und Sozialräume geschaffen. Im Vollbetrieb kann das Impfzentrum an sieben Tagen pro Woche im Zwei-Schicht-System gefahren werden und parallel zu den „Mobilen Teams“ arbeiten. Alleine im KIZ in der Oberschwabenhalle können in den drei Impfstraßen so täglich bis zu 750 Personen geimpft werden.

Film - Ablauf im Impfzentrum (29,654 MB)


Wie weise ich nach, dass ich zur berechtigten Gruppe gehöre?
Die Festlegungen des Bundes zu der vorrangig zu impfenden Personengruppe sehen vor, dass in den Impfzentren in der ersten Phase Menschen über 80 Jahre und besonderes Gesundheitspersonal geimpft wird. Damit entfällt für die erste Phase die Notwendigkeit, dass Hausärztinnen und Hausärzte eine Impfberechtigung ausstellen, da es entweder nur eines Altersnachweises oder eines Arbeitgebernachweises bedarf. Für die Bewohnerinnen und Bewohner von Alten-/Pflegeheimen, die von den mobilen Impfteams geimpft werden, regelt der Einrichtungsträger alle Formalitäten. 


Was muss ich zur Impfung mitbringen?
Bitte bringen Sie zur Impfung Impfpass, Elektronische Gesundheitskarte ("Krankenversichertenkarte") und ein Ausweisdokument (beispielsweise Personalausweis) mit. Als Mitarbeitende von Pflege- und anderen Einrichtungen bringen Sie bitte außerdem eine Bescheinigung Ihres Arbeitgebers mit.


Wie kann ich den Prozess im Kreisimpfzentrum beschleunigen?
Aufgrund der möglichen engen Taktung bitten wir Sie, Ihren Termin pünktlich wahrzunehmen. Das Aufklärungsgespräch zwischen Ihnen und dem Impfarzt dauert in der Regel nur wenige Minuten. Auf Grundlage der Anamnese wird dabei individuell beraten. Steht die Impfung dann bevor, sollten Sie schon einmal den Ärmel des von Ihnen bevorzugten "Impf-Armes" hochkrempeln.
Das Robert-Koch-Institut hat ein Aufklärungsmerkblatt zur Schutzimpfung gegen COVID-19 erstellt, auch der Anamnesebogen zur Einwilligung in die Schutzimpfung liegt vor. Wir stellen diese aktualisierten Bögen hier zum Download und Ausdruck bereit. Für den gesamten Prozess inklusive der Zeit im Wartebereich sollten Sie je Termin rund eine Stunde Zeit einplanen.

Aufklärungsmerkblatt zur Schutzimpfung sowie Anamnesebogen und Einwilligung zur Schutzimpfung (116 KB)


Hygieneregeln im Kreisimpfzentrum
Für das KIZ wurde ein Hygienekonzept erarbeitet. Neben den allgemein bekannten Abstands- und Hygieneregeln besteht ein ausgeklügeltes Lüftungs- und Reinigungskonzept. Als Veranstaltungshalle für Großevents bietet die Oberschwabenhalle ideale Grundvoraussetzungen für den Betrieb eines Impfzentrums. So ist beispielsweise die Lüftungsanlage für eine große Luftwechselrate ausgelegt und sind die Oberflächen so beschaffen, dass sie leicht zu reinigen sind. Mehrfach täglich wird die Halle grundgereinigt. Nach jeder Impfung erfolgt die Desinfektion der relevanten Oberflächen. Selbstverständlich stehen Handdesinfektionsspender in ausreichender Menge zur Verfügung.  
Innerhalb der Oberschwabenhalle besteht Maskenpflicht. Das medizinische Fachpersonal arbeitet ausschließlich mit FFP2-Masken.

Grundsätzlich gilt: Wer Krankheitssymptome aufweist, erhält keinen Zutritt zum KIZ. Für die Einhaltung und Überwachung aller Maßnahmen ist geschultes Personal anwesend.


Werden mit dem Start der Impfzentren die Beschränkungen aufgehoben?
Nein. Eine Impfung kann zwar ein bedeutsames, aber gerade zu Beginn nur ergänzendes Hilfsmittel in der Bewältigung dieser Krise sein. Deshalb ist es zwingend erforderlich, dass die bekannten AHA+A+L-Regeln auch nach dem Start der Impfzentren weiterhin eingehalten werden.


Wer betreibt das Kreisimpfzentrum?
Das Land Baden-Württemberg und der Landkreis Ravensburg betreiben das KIZ gemeinsam. Der Landkreis stellt die Logistik zur Verfügung und das Land kümmert sich um die medizinische Umsetzung. Das heißt, die Landesregierung sorgt unter anderem für das erforderliche ärztliche und medizinische (Fach-) Personal zur Impfung und verantwortet die medizinisch-fachliche Leitung im Impfzentrum einschließlich der Planung und Betreuung des Einsatzes der „Mobilen Impfteams“.


Warum gibt es im Landkreis Ravensburg nur ein Kreisimpfzentrum in der Oberschwabenhalle?
Verantwortlich für die Organisation der Impfkampagne in Baden-Württemberg ist das Sozialministerium, das auch die Entscheidung über die Zahl der Kreisimpfzentren trifft. Zahlreiche Vertreter aus der kommunalen Familie unseres Landkreises haben sich (zuletzt beim Landkreisbesuch von Ministerpräsident Kretschmann) für ein zweites Kreisimpfzentrum im Landkreis Ravensburg eingesetzt. Das Land hat diesen Wunsch aber abgelehnt. Nähere Einzelheiten zu den vom Sozialministerium angeführten Gründe finden Sie hier.

https://www.schwaebische.de/landkreis/landkreis-ravensburg/ravensburg_artikel,-lucha-definitiv-kein-zweites-impfzentrum-im-kreis-_arid,11305021.html


Der Betrieb eines Kreisimpfzentrums ist nicht trivial. Deshalb ist der Entscheidung für den Standort Oberschwabenhalle ist ein intensiver Prüfprozess vorausgegangen, der zahlreiche Hallen in unterschiedlichen Städten und Gemeinden im Landkreis anhand des Anforderungsrasters des Sozialministeriums für die Unterbringung von Kreisimpfzentren (zu dem zum Beispiel auch eine sehr gute Lüftungsanlage gehört) bewertet hat. Die Oberschwabenhalle bietet bei einer Ein-Standort-Lösung unter allen geprüften Hallen die besten Voraussetzungen für die Unterbringung des Kreisimpfzentrums.


Wie zügig wurde der Aufbau des Impfzentrums realisiert?
Mit Unterstützung zahlreicher ehrenamtlicher Kräfte des THW, der Feuerwehren und der Hilfsorganisationen wurde das Impfzentrum innerhalb von drei  Wochen geplant und realisiert. Die Leitung des Zentrums konnte bereits am 28. Dezember 2020 die Räumlichkeiten beziehen. Glücklicherweise konnten die mobilen Wände, welche im Zuge der Flüchtlingskrise 2015 beschafft wurden, auch für das Errichten des KIZ genutzt werden. Ergänzend wurde mit dem Polizeipräsidium Ravensburg ein Sicherheitskonzept erarbeitet. Ein Sicherheitsdienst ist rund um die Uhr vor Ort.


Ist das Kreisimpfzentrum bereit für den Impfstart?
Die Aufbauarbeiten des Landkreises sind abgeschlossen. Der Betrieb soll planmäßig am 22. Januar 2021 mit der Anlieferung des Impfstoffes durch das Land erfolgen. Am gleichen Tag werden auch die Kreisimpfzentren in Friedrichshafen (Bodenseekreis), Hohentengen (Landkreis Sigmaringen) und Ummendorf (Landkreis Biberach) den Betrieb aufnehmen.


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