Rathaus Wilhelmsdorf
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Sieben Gemeinderäte aus dem Gremium verabschiedet

Sie wurden aus dem Gemeinderat Wilhelmsdorf verabschiedet (v. li.): Pia Wilhelm, Hans-Jürgen Bauer, Silke Sauter, Josef Bielau, Peter Andresen, Josefine Haberkorn und Gerhard Haag.

Stehender Applaus für die scheidende stellvertretende Bürgermeisterin Josefine Haberkorn – Urkunden und kleine Geschenke verteilt

Bei der letzten Sitzung des Wilhelmsdorfer Gemeinderats in alter Besetzung hieß es für sieben Mitglieder des 14-köpfigen Gremiums Abschied zu nehmen. Bürgermeisterin Sandra Flucht verteilte dabei viel Dank für die in den vergangenen fünf Jahren geleistete Arbeit, Ehrenurkunden der Gemeinde sowie des Gemeindetags Baden-Württemberg. Als Abschiedsgeschenk gab es jeweils ein Täschle gefüllt mit einem Riedvesper sowie eine Kennzeichenhalterung von Wilhelmsdorf fürs Auto.

Hervorgehoben wurde von der Rathauschefin, dass alle Räte über viele Jahre hinweg in besonderer Verantwortung für die Gemeinde Wilhelmsdorf standen, der sie auch mehr als gerecht wurden. In Erinnerung gerufen wurden Meilensteine der vergangenen Legislaturperiode, an denen die Räte mitwirkten. Vieles davon wurde vom alten Rat angestoßen und in die Wege geleitet. Das neue Gremium wird jetzt die Arbeit fortführen müssen. „Gemeinsam wurde enorm viel bewegt. Darauf dürfen Sie alle stolz sein“.

Sowohl von Sandra Flucht als auch in den Dankesworten der ausscheidenden Räte wurde das gute Arbeitsklima im Gremium hervorgehoben. Das sei vor vielen Jahren ja nicht immer so gewesen, wurde an turbulente Zeiten im Wilhelmsdorfer Gemeinderat erinnert.“ Wir pflegen hier in Wilhelmsdorf ein konstruktives, sachorientiertes, partnerschaftliches Miteinander, das von Vertrauen und gegenseitigem Verständnis getragen ist“, bescheinigte Flucht den Volksvertretern.

Nach 20 Jahren Mitarbeit im Gemeinde- und Kreistag entschloss sich Josefine Haberkorn Platz für jüngere Gesichter zu machen und nicht mehr zu kandidieren. 20 Jahre lang war sie auch Stellvertreterin der Bürgermeister des Ortes . Entsprechend herzlich fielen die Dankesworte von Bürgermeisterin Flucht aus, die jetzt über drei Jahre lang vertrauensvoll mit Josefine Haberkorn zusammen arbeitete. „Vor allem beim Wechsel auf dem Sessel des Bürgermeisters haben Sie Unglaubliches geleistet. Mit großer Souveränität und noch mehr Herzlichkeit haben Sie 2016 dafür gesorgt, dass es in Wilhelmsdorf nach der Ära Gerstlauer gut weitergeht.“ Sie habe 20 Jahre lang mit unglaublich hohem persönlichem Einsatz, Pflichtbewusstsein, Charme und Fröhlichkeit ihre Aufgaben erfüllt. Bei all dem habe Josefine Haberkorn aber immer eine klare Meinung und eine vorbildliche Haltung auch bei unbequemen Entscheidungen gezeigt. „Ein großes Vorbild für uns alle verlässt den Ratstisch.“ Alle Räte erhoben sich von ihren Stühlen und bestätigten mit lang anhaltendem Applaus die Einschätzung der Bürgermeisterin.

Hans-Jürgen Bauer muss nach fünf Jahren das Ratsgremium verlassen. Er hätte gerne weiter gemacht, doch das Wahlergebnis reichte nicht für eine Bestätigung im Amt. Flucht hob seine unkonventionellen Ansätze und Ideen in der Gremienarbeit hervor. Bauers Wunsch zum Abschied: In zehn Jahren sollte Wilhelmsdorf Bürgerenergie anbieten können.

Josef Bielau scheidet ebenfalls nach fünf Jahren aus. Seine feine, leise Art habe ihn ausgezeichnet. Er sei ein Schaffer im Hintergrund und habe die Stimmungen im Dorf erspürt. Diese habe er dann in die Beratungen mit eingebracht. Als Experte in Sachen Musik hat er die Gemeinde bei der Musikschule Ravensburg vertreten.

Gerhard Haag verlässt nach zehn Jahren den Gemeinderat. Dass es mit der Wiederwahl nicht klappte sei von vielen Seiten, einschließlich den Mitarbeitern im Rathaus, mit Bedauern und Unverständnis aufgenommen worden. „Wir alle haben ihre ruhige, sachliche, überaus konstruktive Art geschätzt, mit der Sie uns auch in schwierigen Fragen und auch bei emotionalen Diskussionen immer wieder eingefangen haben“, zeichnete Flucht ein Bild von Haag und seiner Arbeit. Sie freue sich, dass Gerhard Haag ihr angeboten habe, auch künftig auf sein Fach- und Sachwissen zugreifen zu dürfen.

Pia Wilhelm, 14 Jahre im Gemeinderat Wilhelmsdorf und 15 Jahre im Ortschaftsrat Zußdorf aktiv, hatte vor allem das Wohl von Umwelt und Natur im Auge. Sie habe der Tier- und Pflanzenwelt hier am Ratstisch eine Stimme verliehen. Seit über 20 Jahren leitet Pia Wilhelm das Naturschutzzentrum Wilhelmsdorf. Deshalb werde die Gemeinde auch künftig im Bereich Naturschutz und bei den Aufgaben der Stiftung Pfrunger-Burgweiler Ried mit der ausscheidenden Rätin zusammen arbeiten.

Silke Sauter ist seit 2004 Mitglied im Gemeinderat und war 15 Jahre lang im Ortschaftsrat Esenhausen aktiv. Aus den Beiträgen der scheidenden Rätin sprach laut Flucht immer viel Erfahrung und Sachkenntnis. „Mit wenigen Worten brachte sie die entscheidenden Fakten klar auf den Punkt.“ Sauter wirkte unter anderem im Fachbeirat Tourismuskooperation und im gemeinsamen Ausschuss Naturschutzzentrum mit.

Peter Andresen steht seit 1994 in politischer Verantwortung, 25 Jahre als Gemeinderat, fünf Jahre im damaligen Ortschaftsrat Wilhelmsdorf und zehn Jahre im Ortschaftsrat Zußdorf. „Ihm macht keiner etwas vor. Er könnte ein Buch über die Wilhelmsdorfer Kommunalpolitik schreiben“, sagte Flucht über ihn. Seine besten Kontakte zu Politikern der Grünen seien immer hilfreich gewesen. Diese wolle sie weiterhin über Andresen nutzen. „Ich freue mich sehr, dass Sie sich auch künftig in Zußdorf in die Dorfgemeinschaft aktiv einbringen werden.“ Ebenso wertvoll sei seine Unterstützung der Organisation Freie Jugend.

(Text und Foto: Herbert Guth)